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ARDELT: DIFFUSE EMISSIONEN - STAUBSCHUTZMASSNAHMEN

Ausführung der Staubschutzwände (hier bei einem seitlich angekoppelten Bunker)Känguru-Kran, Standort Brunsbüttel


Der Umschlag staubender Güter wird seit geraumer Zeit diskutiert. Der Unterschied zwischen einem Stetigförderer und einem Unstetigförderer (Greiferbetrieb) wird meistens auf die diffusen Emissionen beschränkt. ARDELT geht hier jedoch weiter und vergleicht nicht nur die Staubproblematik, es wird vor Allem die Energiebilanz mit betrachtet. Ein modernes Umschlaggerät muss allen Umweltaspekten gerecht werden. Bei der konstruktiven Gestaltung der Krane werden alle notwendigen Maßnahmen zur Minimierung der Lärm- und Staubemission beachtet, unter dem Aspekt eines minimalen Energieverbrauches. Dies umfasst Detaillösungen wie auch gesamte Krantypen. 

Zur Reduzierung der Staub- und Geräuschemissionen, sowie bei der Optimierung der Energiebilanz, hat sich der Känguru-Kran als am effizientesten bewährt.
Diese Bauform des Doppellenker-Wippdrehkranes mit integriertem Bunker ist eine ideale Lösung bei geringstem Energieverbrauch und minimalen Wartungs- und Instandhaltungskosten.  Ein weiterer Vorteil ist die Nähe des Bunkers zum Schiff. Eventuell herabrieselndes Material verschmutzt nicht den Kai, sondern wird von der Vorderseite des Bunkers, die als Rieselgutklappe ausgebildet ist, aufgefangen

1. Energiebilanz

Während des Umschlages wird das stets ausbalancierte Lenkersystem fast ausschließlich nur vom Wippwerk bewegt. Dies bedeutet, das Umschlaggut wird auf dem kürzesten Weg gefördert.  Infolge der fast linearen Bewegung werden Torsionskräfte die zu einem Drehen des Greifers führen vermieden. Die kurze Seillänge bedeutet zusätzlich eine geringere Pendelbewegung im Vergleich zu Einlenkerkranen. Das Eingraben des Greifers erfolgt mittels seiner Eigenmasse und verbraucht somit keine zusätzliche Energie. Durch den Einsatz von Ein-/Rückspeiseeinheiten wird die freiwerdende Energie z.B. beim Senken des Greifers wieder den anderen Verbrauchern auf dem Kran zur Verfügung gestellt bzw. es wird die überschüssige Energie wieder in das Netz eingespeist.

2. Lärmschutz

Mittels der geregelten elektrischen Antriebe und ein Arbeiten der Maschinen unterhalb des Feldschwächebereiches wird die Lärmemission auf ein Minimum reduziert. Die Emission beim Abwerfen wird durch die optimale Abwurfhöhe und die verschleißfeste gummierte Auskleidung der Bunkerwände ebenfalls minimal gehalten. Quitschende Nebengeräusche sind bei den wälzgelagerten Lenkerpunkten ausgeschlossen.
 

3. Staubschutz

Unabhängig von der Bauart der Krane (Känguru oder seitlich angekoppelter Bunker) wird seitens ARDELT standardmäßig ein Halbautomatikbetrieb vorgesehen. Der Umschlag im Halbautomatikbetrieb bedeutet ein definiertes automatisches Anfahren des Zielpunktes (Bunker) mit einer optimierten Abwurfhöhe. Dies verhindert unkontrollierte Staub- und Lärmemission. Generell werden Staubschutzwände (Höhe ca. 3 m) eingesetzt. Hinsichtlich der Greifer empfiehlt ARDELT eine geschlossene Ausführung.

Die Steuerung beim Schließvorgang des Greifers ist so ausgebildet, dass ein Herausrieseln des Umschlaggutes vermieden wird.

In Abhängigkeit der Klassifizierung der jeweiligen Schüttgüter hinsichtlich der zu erwartenden Staubentwicklung (siehe VDI 3790) sowie etwaigen Zusatzforderungen der Betreiber wurden verschieden Kombinationsmöglichkeiten entwickelt, um diese Umweltbeeinflussung so gering wie möglich zu halten.
 

3.1 schwach staubende Güter

Bei schwach staubenden Gütern wie Steinkohle sind in der Regel die hohen Staubschutzwände ausreichend. Diese Wände weisen eine Besonderheit auf. Sie sind nicht einfach glatt, sondern sind an der Spitze als eine Halbröhre ausgebildet. Der beim Abwurf entstehende Staub steigt an den Wänden auf und wird durch diese Form wieder zurück in den Bunker geleitet. Eine einfache, aber sehr wirkungsvolle Maßnahme.

3.2 mittel staubende Güter

Aufbauend auf die bereits oben erwähnte Bunkerausführung, können verschieden zusätzliche Schutzmaßnahmen in Abstimmung mit dem Betreiber eingesetzt werden.

- Befeuchtung des Umschlaggutes mit Sprinkleranlage oder mittels Vernebelung (FOG-System)

- Absaugung über ein Filtersystem
 

3.3 stark staubende Güter

Bei diesen Umschlaggütern empfehlen wir den zusätzlichen Einsatz eines Flex-Flap-Systems, um den Staub innerhalb des Bunkerkörpers zu binden. 

Mit diesen allesamt erprobten Lösungen besitzt ARDELT quasi ein Baukastensystem, um die Emissionen in einem optimalen Aufwand/Nutzen Verhältnis zu minimieren. Die einzelnen Möglichkeiten sind der nachstehenden Skizze nochmals dargestellt.

Die Auswahlkriterien werden in Absprache mit den Betreibern unter Berücksichtigung der Umschlagkriterien und den örtlichen Gegebenheiten festgelegt. 

Um die Effizienz dieser Maßnahmen zu sehen, lesen sie dazu den Artikel "TUKAN KÄNGURU, DER UMWELTFREUNDLICHE KRAN VON ARDELT". Zwei kurze Videosequenzen veranschaulichen dort nicht nur die Funktion, sie zeigen auch die Notwendigkeit des Staubschutzes. 

 

 


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